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Zur Information an unsere Mitglieder und Berufskollegen zur Information !
Mit dem Neujahrsgruß unseres Präsidenten, Peter Harzheim, informieren wir über anstehende Änderungen des Merkblatt 94.05 der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB). Gleichzeitig informieren wir Sie über die Einspruchsfrist hierzu:

Für den Blaudruck zur DGfdB R 94.05 „Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht in öffentlichen Bädern während des Badebetriebs“ läuft die Einspruchsfrist vom 01.01 bis zum 08.03.2019. Als Mitglied der DGfdB können Sie sich den Blaudruck auf der Internetseite www.baederportal.com kostenlos runterladen. Für Einsprüche verwenden Sie bitte das über folgenden Link befindende Einspruchs-Formblatt: www.baederportal.com/regelwerksarbeit/laufende-regelwerksverfahren-dgfdb-fremde-regelwerke

Neujahrsgruß unseres Präsidenten

Das neue Jahr hat gerade frisch begonnen. Ich hoffe ihr habt Euch Eure guten Vorsätze vom Jahresende für das neue Jahr zu Herzen genommen und werdet sie jetzt in die Tat umsetzen. Bevor ich jedoch an die kommende Arbeit denke, die auf uns zukommen wird, möchte ich einen kleinen Exkurs in die Geschichte unseres Berufsbildes machen.

Wir schreiben den 5. Dezember 1971. Bundesinnenminister Genscher hat gerade die Unterschrift unter ein Papier gesetzt, das den Schwimmmeisterberuf zu einem anerkannten öffentlichen Ausbildungsberuf macht. Im Laufe der mehr als 40 fast 50 Jahre hat dieses unser anerkanntes Berufsbild schon so einiges erlebt und mitgemacht. In den Anfangsjahren wurden wir belächelt und gefragt: „Was macht ihr eigentlich? Bademeister, das kann doch jeder!“ Die Ausbildungszeit wurde nach den ersten 25 Jahren (lag sie doch in der Anfangszeit bei 2,5 Jahren) aufgrund der gestiegenen und immer komplexeren Anforderung im Jahr 1997 auf 3 Jahre verlängert. Neben der eigentlichen Wasseraufsicht die für die Sicherheit unserer Badegäste oberste Priorität besitzt, kamen noch viele technische Veränderungen auf uns zu. Gerade in den 90er Jahren, als das Internet und der Computer immer mehr Raum in unserer Arbeitswelt einnahmen, stiegen auch die Anforderungen an unsere Ausbildung immer weiter an. Aus der einfachen Bedienung der Anlagen per Hand wurden komplexe Vorgänge mit Apps und digitaler Steuertechnik angewendet. Die Digitalisierung - wie sie genannt wird - nimmt einen immer breiteren Raum in unserer technisierten Welt ein.

Aber gewisse Tätigkeiten und Aufgaben kann auch die moderne Technik nicht übernehmen: Die Sicherheit der Badegäste, die durch unsere Fachangestellten für Bäderbetriebe (FAB’s) und Meister für Bäderbetriebe sowie unseren Kollegen aus der DLRG und Wasserwacht, die mit einem Rettungsschwimmschein in Silber unsere verantwortungsvolle Aufsicht in den Bädern bestens unterstützen und das auch schon seit Jahrzehnten.

In diesem Sommer spürten die Menschen sehr deutlich den personellen Engpass in den bundesdeutschen Bädern. Wir erlebten Badschließungen, weil Aufsichtspflichten nicht mehr abgesichert werden konnten. Es fehlten Fachkräfte wie auch Rettungsschwimmer/innen der DLRG und Wasserwacht. Wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben. Die große Zahl der aus dem Berufsleben ausscheidenden Kollegen/innen muss auch in den nächsten Jahren aufgefangen werden. Jetzt rächt sich jedoch, dass jahrelang in den Bädern gespart wurde und das Image des Berufes bei jungen Menschen gelitten hat. Die Attraktivität des öffentlichen Dienstes ist generell die große Herausforderung der nächsten Jahre.

In der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. (DGfdB) wird ein Ausweg zur Personalgewinnung durch das Herabsetzen von Qualifizierungsnormen diskutiert. Formuliert werden neue Berufsbilder wie etwa der Wasseraufsichtsassistent und der Badebetriebsassistent. Doch schafft dies Attraktivität? Schwer vorstellbar. Attraktivität für junge Menschen wird doch vor allem über gute Arbeitsbedingungen erreicht. Für gering geschätzte Arbeit gibt es doch in Zeiten des Wettbewerbs um Fachkräfte erst recht keinen Grund zu bleiben. Eine Perspektive entsteht zum Beispiel durch familienfreundliche Arbeitszeiten oder durch Aufstiegsmöglichkeiten. Attraktivität braucht auch einen Aufbruch in eine wertschätzende Führungskultur und vor allem eine vernünftige Entlohnung. Preiswertes Personal von der Straße zu holen, ist meiner Meinung nach, schlicht ein Strohfeuer und ein falsches Signal an die Ausbildungsplatzsuchenden und auch die Gäste.

Sollte dieses so kommen, sehe ich für unser Berufsbild, welches unsere Kollegen vor Jahrzehnten mit viel Einsatz und Engagement erkämpft haben, eine düstere Zukunft voraus. Damit dies nicht passiert, werden wir, die ehrenamtlich tätigen Kollegen und Mitglieder unseres Berufsverbandes BDS e.V. dafür kämpfen, dass es nicht so weit kommt. Wir sollten
schnellstens darauf hin arbeiten, dass unsere Kollegen/innen nicht in besser bezahlte Stellungen in der freien Wirtschaft abwandern. Aber auch das wird seine Zeit brauchen. Dazu benötigen wir auch Ihre/Eure solidarische Unterstützung.

Weitere Informationen hierzu werden rechtzeitig über unser Fachorgan „Das Schwimmbad und sein Personal“ veröffentlicht und weitergegeben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Kollegen/innen ein unfallfreies und erfolgreiches

Jahr 2019.
Ihr / Euer
Peter Harzheim
Präsident BDS e.V.

Geschäftsstelle: Römerstr. 151 - 50389 Wesseling - Tel. 02236/3932-0 - Fax 02236/43162